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Forstbüro Achterberg kann Qualität jetzt garantieren

Ein Jahr harte Arbeit: ISO-Zertifizierung geschafft

Werther. 4. März 2005. Als wahrscheinlich erstes Sachverständigenbüro der deutschen Forstwirtschaft hat jetzt Hartmut Achterberg ein international anerkanntes Qualitätsmanagement durchgesetzt. Das Wertheraner Planungsbüro, das bundesweit in der Forsteinrichtungsplanung, Waldinventur und Landschaftsökologie tätig ist, ist jetzt nach der Norm ISO 9001:2000 zertifiziert.

Die Zertifizierung der eigenen Qualitätsansprüche waren bereits seit Jahren das Ziel von Hartmut Achterberg. Vor drei Jahren begannen die ersten Vorbereitungen mit der Einführung und Weiterentwicklung einer Projektmanagement-Software und dem Festlegen eines Leitbilds, das die Kundenorientierung in den Mittelpunkt stellt. Ab Februar 2004 folgte ein Jahr harte Arbeit: Alle Prozesse mussten geprüft, Routineabläufe teilweise neu definiert und Kontrollmechanismen eingebaut werden. Im November vergangenen Jahres kam der Auditor, prüfte das von Achterberg geschriebene Qualitätsmanagement-Handbuch und die darin beschriebenen Prozesse im Unternehmen. Dass alles der Norm entspricht, konnte der Prüfer gleich beim ersten Mal bescheinigen.

„Die größte Herausforderung in der ISO-Zertifizierung war für uns, internationale Standards auf ein verhältnismäßig kleines Büro zu übertragen“, resümiert Hartmut Achterberg heute. Nicht alles sei praxisgerecht, zuweilen gehe die Kundenorientierung so weit, dass die Kunden sich wunderten. Sein Beispiel: „Wenn wir nach einem Projekt die Kundenzufriedenheit per Fragebogen abfragen, müssen wir uns nicht wundern, wenn unser Kunde erst einmal erstaunt anruft.“ Hintergrund hier: Im Gegensatz zu anderen Branchen ist aktives Qualitätsmanagement unter Sachverständigen in der Forstwirtschaft noch so gut wie unbekannt.

Ingesamt hat Achterberg mehrere Tausend Euro und gut einen Monat eigener Arbeit in die Zertifizierung investiert. Aber er ist sich sicher, dass sich die Investition rechnen wird: „Bei dem Beschreiben der Prozesse kommt man automatisch in jede noch so kleine Ecke seines Unternehmens. Dort finden sich Verbesserungsmöglichkeiten, die man im Tagesgeschäft nur durch Zufall entdeckt hätte.“

Das frisch erworbene Gütesiegel für Qualität, so Achterberg, sei jedoch für sich allein wenig wert: „Für den viel wichtigeren Wettbewerbsvorsprung sorgen festgelegte Routinen und Kontrollen. Jeder Schritt wird dokumentiert. Das ist weniger Aufwand als man denkt, macht aber alle Abläufe schneller und sicherer.“ Und davon profitieren auch die Auftraggeber.

Kleiner Wermutstropfen für das Achterberg-Team: Die Arbeit für mehr Qualität wird nie zu Ende gehen. So stehen künftig regelmäßige Überprüfungen und weitere Schulungen an. Denn eines hat Achterberg als Qualitätsmanager gelernt: „Qualität ist immer oder gar nicht. Irgendwas dazwischen gibt es nicht.

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